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Türkische Gemeinde in Hamburg und Umgebung ruft zu Solidarität mit Flüchtlingen auf

Montag, der 7. September 2015aus den Mitgliedsorganisationen, Flucht und Asyl, Themen

Die weltweiten Fluchtbewegungen und hohen Zahlen von Flüchtlingen stellen Deutschland und Europa derzeit vor große Herausforderungen. Auch in Hamburg kommen momentan täglich hunderte neuer Flüchtlinge an, die versorgt und untergebracht werden müssen.

Vorrangige Aufgabe der Politik muss es sein, die Fluchtursachen in den Herkunftsländern zu bekämpfen, damit Menschen nicht mehr gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen.

Als unserer aller menschliche Pflicht sehen wir es an, den Menschen, die vor Krieg und Verfolgung oder großer wirtschaftlicher Not geflohen sind, zu helfen. Daher ruft die Türkische Gemeinde in Hamburg und Umgebung zur Solidarität mit den Flüchtlingen auf. Wir begrüßen es sehr, dass derzeit eine große Hilfsbereitschaft unter den Hamburgerinnen und Hamburgern zu beobachten ist.

Mit Sorge betrachten wir hingegen die lagerartige Unterbringung der Menschen, die derzeit in Hamburg praktiziert wird. Massenunterkünfte sind menschenunwürdig und besonders für Frauen und Kinder eine unhaltbare Form der Unterbringung. Wir fordern daher den Senat auf, alle Anstrengungen zu unternehmen, um vor dem Wintereintritt für feste Quartiere zu sorgen. Frauen und Kinder benötigen Unterkünfte, in denen sie vor Gewalt und Übergriffen geschützt sind.

Darüber hinaus muss für deutlich mehr bezahlbaren Wohnraum gesorgt werden, damit sowohl Flüchtlinge als auch andere einkommensschwache Menschen in dieser Stadt ein Zuhause finden können.

Alle Angebote der Türkischen Gemeinde – Sprachkurse und Beratungsangebote – stehen selbstverständlich auch den Flüchtlingen offen. Zudem stellt der Türkische Kindergarten in Altona-Nord weitere 25 Plätze für Flüchtlingskinder zur Verfügung.

Wir heißen alle Flüchtlinge, die in Hamburg ankommen, herzlich willkommen! Wir wünschen ihnen, dass sie nun nach teils jahrelangen Strapazen zur Ruhe kommen können und hier eine neue Heimat finden.

Nebahat Güçlü
(Vorsitzende)