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Berliner Senat hat versagt

Freitag, der 30. Oktober 2015aus den Mitgliedsorganisationen, Flucht und Asyl, Themen

Der Türkische Bund in Berlin-Brandenburg reagierte mit tiefer Bestürzung auf die Meldung über den Tod vom kleinen Mohamed.

„Der Berliner Senat trägt mit seiner unendlich verlangsamten Reaktion auf die seit Monaten bemängelten chaotischen Verhältnisse vor dem Lageso eine Mitschuld daran, dass dieses grausame Verbrechen begangen werden konnte“, so Ay?e Demir, Vorstandssprecherin des TBB.

„Dass auch noch der Mutter anfänglich unterstellt wurde, sie würde ihr Kind verstecken, um so einer Abschiebung zu entgehen, ist ein Skandal. Dies erinnert sehr stark an die NSU-Morde, bei denen auch die Familien der Opfer kriminalisiert wurden“, so Demir weiter.

Es sei und bleibe auch ein Skandal, dass es nicht möglich sei, mit seriösem Sicherheitspersonal auf dem Gelände des Lageso für Übersicht zu sorgen.

Der TBB fordere den Berliner Senat auf, endlich die chaotischen Umstände vor dem Lageso zu beenden und für eine menschenwürdige Versorgung der Flüchtlinge zu sorgen.

In diesen Tagen benötige die Familie jegliche Unterstützung. Unter diesen Umständen sei es das Mindeste, dass der Berliner Senat ein Bleiberecht für die Familie ermögliche.

Der Familie des kleinen Mohamed spreche der TBB sein tief empfundenes Beileid aus und wünsche viel Kraft in dieser schweren Zeit.