M: info@tgd.de   |    T: +49(0)30-23-63-51-00

Menschenverachtende Aussagen sind keine Geschmackssache!

Berlin – Die Türkische Gemeinde in Deutschland (TGD) ist empört über die Aussagen des AfD-Spitzenkandidaten Alexander Gauland. Laut Medienberichten habe Gauland am Wochenende in einer Rede gefordert, die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoğuz, in Anatolien zu „entsorgen“. Dies ist in höchstem Maße respektlos und menschenverachtend.

Der Vorsitzende der TGD, Gökay Sofuoğlu, stellt klar: „Wir erklären uns solidarisch mit der Integrationsbeauftragten und SPD-Vizevorsitzenden Frau Özoğuz. Die Aussagen Gaulands sind menschenverachtend und offenbaren seine Gesinnung.“

Im Hinblick auf Alice Weidels Reaktion, die ihrem Ko-Spitzenkandidaten in der Sache recht gegeben hatte und lediglich seine Wortwahl als „Frage des Geschmacks“ bezeichnet hatte, kommentiert Sofuoğlu: „Nein, menschenverachtende Aussagen sind keine Geschmackssache! Offenbar bietet die AfD das geistige Umfeld, in dem (wieder) über die „Entsorgung“ von Menschen verhandelt werden kann – und das unter Jubelrufen. Dem treten wir entschieden entgegen!“

Es ist das Grundgesetz, das den Wertekonsens der in Deutschland lebenden Menschen beschreibt. Und genau daraus lassen sich die Werte des friedlichen, pluralistischen und respektvollen Zusammenlebens ableiten. Im Grundgesetz manifestiert sich gleichzeitig unsere historische Verantwortung.

Sofuoğlu: „Schulz, Özoğuz, Boateng und Neuer, wir alle sind Deutschland! Herr Gauland hört nicht auf, die Menschen nach ihrer Herkunft zu beurteilen. Ich will ihm klar entgegnen: Jemanden zu diskriminieren ist undeutsch! Es widerspricht unserem Grundgesetz und allem, wofür Deutschland heute steht. Mit Ihren Äußerungen haben Sie den Boden unseres Grundgesetzes verlassen und stecken tief im braunen Morast.“

Kontakt: Pressestelle der TGD │ 030-23 63 51 00 │info@tgd.de

Die Pressemitteilung als PDF