Ob Moscheenstreit, Kopftuchverbot oder Islamunterricht – im Blick auf Muslime in Deutschland gibt es viele Konfliktthemen. Die Vorstellungen, wie insbesondere die Türken als größte Migrantengruppe integriert werden können, liegen weit auseinander. Umso wichtiger ist der Dialog über Ziele und Maßnahmen in der Migrationspolitik.
So plant Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) aktuell die Einführung von Islamunterricht in deutscher Sprache an bayerischen Schulen. Mitte März kündigte der Politiker einen auf fünf Jahre angelegten, umfassenden Modellversuch an.
Parallelgesellschaft oder Integration – welche Rolle kann zum Beispiel islamischer Religionsunterricht bei der Eingliederung junger Muslime in unsere Gesellschaft spielen? Diese und weitere Themen behandelt die kommende Integrationskonferenz der Türkischen Gemeinde in Bayern. Das prominent besetzte Podium diskutiert über „Ethnische Segregation und/oder Elitenförderung? Migration und Bildungspolitik in Bayern“. In der Runde tauschen sich die Teilnehmer zu gesellschaftskritischen und kontroversen Themen aus:
§ Trendwende in der Migrationspolitik versus Kürzung öffentlicher Mittel für Deutschkurse: Wie sieht die Multikulti-Realität an deutschen Schulen wirklich aus?
§ Islamunterricht im Modellversuch versus Bildung ethnisch reiner Klassen
§ Mediale Parallelgesellschaft: Wie kann der Medienkonsum von Migrantenfamilien in deutscher Sprache gefördert werden?
Moderiert vom Medienwissenschaftler und Unternehmensberater Dr. Vural Ünlü, diskutieren der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland Kenan Kolat, die Mitglieder des Bayerischen Landtages Isabell Zacharias (SPD) und Georg Eisenreich (CSU), der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Bayern Hasan Tan, der Schulleiter Thomas Häns sowie Emre Gemici, Schüler einer Münchner Hauptschule.
Mittwoch, 29. April 2009 um 19:00 Uhr
im DGB-Haus
Schwanthaler Str. 64
80336 München
Im Anschluss stehen alle Teilnehmer für persönliche Gespräche zur Verfügung.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
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Sofiya Dyukendzhieva
Tel.: 089/ 530 797-104
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