Türkische Gemeinde in Deutschland

MeinLand - Zeit für Zukunft

Klaus Komatz (Projektleitung)
Lena Graser (Pädagogische Leitung)
Obentrautstr. 72
10963 Berlin
Telefon: +49 - (0)30 - 26 94 77 69
Fax: +49 - (0)30 - 23 63 55 89
E-Mail: MeinLand[at]tgd.de

MeinLand – Zeit für Zukunft

Projektförderer

Projektförderer Kultur macht stark, BMfBF

Seit 2013 ist die TGD im Bundesprogramm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung aktiv. Mit dem Programm MeinLand – Zeit für Zukunft unterstützt die TGD die Entstehung von Bündnissen für Bildung in der ganzen Republik. Erklärtes Ziel von MeinLand ist es dabei insbesondere Migrantenorganisationen einzubinden. Bei ca. der Hälfte unserer inzwischen 98 Bündnisse in zwölf Bundesländern sind migrantische Organisationen aller Communities selbst Antragsteller, zahlreiche weitere wirken in den Bündnissen als Partner mit.

Im Rahmen der Bündnisse werden Angebote rund um die Themen Heimat und Identität für bildungsbenachteiligte Jugendliche aus dem Bereich der kulturellen Bildung entwickelt und umgesetzt. Die Deutungshoheit darüber, was von den Jugendlichen als Heimat empfunden wird, und auf welche Weise dies ihre Identität prägt, liegt bei den Jugendlichen selbst. Foto- und Video-Workshops, Schreib- und Literaturwerkstätten sowie Ausstellungen befördern die Kompetenzen der Jugendlichen, schaffen aber auch ein Bewusstsein für die Bedeutsamkeit von Migrationsgeschichte(n) und machen diese in der Öffentlichkeit sichtbar.

»MeinLand – Zeit für Zukunft« wird noch bis Ende 2017 fortgeführt. Aktuell steht kein Ausschreibungstermin fest. Allerdings sind Bewerbungen um Fördermittel aus folgenden Bundesländern grundsätzlich möglich:

Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Informieren Sie sich und rufen Sie anschließend an – wir beraten Sie gerne!

Ein Kurzfilm gibt einen kleinen Einblick in bereits realisierte Projekte vor Ort.

Fotos aus den jeweiligen Projekten vor Ort finden Sie hier.

Die Angebote und Aktivitäten der Türkische Gemeinde in Deutschland (TGD) gehen über die klassischen Betätigungsfelder einer politischen Interessenvertretung hinaus. Der Verband engagiert sich insbesondere für die Qualifizierung von Migrantenorganisationen, die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements und die Verbesserung der Bildungssituation von benachteiligten Jugendlichen.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert von 2013 bis Ende 2017 außerschulische Bildungsmaßnahmen auf dem Gebiet der kulturellen Bildung und unterstützt so bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung.

Diese Bildungsmaßnahmen werden von zivilgesellschaftlichen Akteuren, d.h. Vereinen, Verbänden und Initiativen erbracht, die sich vor Ort in Bündnissen für Bildung zusammenschließen. Neben der konkreten Unterstützung bildungsbenachteiligter Kinder und Jugendlicher ist ein wichtiges Ziel der Förderung die Entwicklung tragfähiger bürgerschaftlicher Netzwerke, in denen unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen ergänzend zur Arbeit der Schulen Verantwortung für die Bildung der jungen Generation übernehmen.

In der Programmrichtlinie wird ein weit gefasster Kulturbegriff verwendet, nach dem kulturelle Bildung alle künstlerischen Sparten bis hin zur Medienbildung und Alltagskultur umfasst. Es kann zur Förderung der kognitiven Kompetenzen, von sozialem Lernen und Erfahrungswissen und zur Persönlichkeitsbildung führen. Als wesentlicher Bestandteil kultureller Bildung wird auch die interkulturelle Bildung verstanden.

Die Programmrichtlinie (81 KB) können Sie hier downloaden.

Im Programm der TGD MeinLand – Zeit für Zukunft vernetzen sich auf lokaler Ebene Migrantenorganisationen mit Schulen, Institutionen der kulturellen Bildung und anderen Akteuren aus Bürgergesellschaft, Staat und Wirtschaft zu Bündnissen für Bildung. Diese Bündnisse nutzen unterschiedliche Angebote der Biografiearbeit zur außerschulischen kulturellen Bildung und passen diese an ihre lokalen Gegebenheiten an.

Alle eingesetzten Angebote der außerschulischen kulturellen Bildung sollen der Kompetenzförderung der Jugendlichen dienen, aber auch die öffentliche Wahrnehmung für das bürgerschaftliche Engagement aller Bündnispartner erhöhen und Bewusstsein für die Bedeutsamkeit von Migrationsgeschichte(n) schaffen.

Das kann mit Jugendlichen besonders gut gelingen, wenn die Darstellung kultureller Differenz und Vielfalt mit Geschichten von und über Menschen und ihre “Wahlheimat” im Zentrum steht.

MeinLand – Zeit für Zukunft wendet sich an bildungsbenachteiligte Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund im Alter von 14 bis 18 Jahren, die in mindestens einer sozialen, finanziellen oder kulturellen Risikolage aufwachsen, die ihre Bildungschancen schmälert.

Es werden Bündnisse für Bildung geschlossen, die außerschulische Bildungsmaßnahmen, insbesondere auf dem Gebiet der kulturellen Bildung für diese Jugendlichen anbieten und diese an ihre lokalen Gegebenheiten im Sozialraum anpassen (siehe Maßnahmenkonzepte).

Die Bildungsmaßnahmen finden in Form von Workshops statt, in denen die Jugendlichen Handlungskompetenz(en) für die außer- und nachschulische Lebenswelt entwickeln. Methodisch wird dieses Ziel über ein komplexes aufgaben- und ergebnisorientiertes learning by doing in Partnerarbeit realisiert. Hierdurch werden auch die emotionalen Seiten der Jugendlichen angesprochen und damit ihre sozial-affektiven Kompetenzen gefördert.

Die Jugendlichen werden von professionellen ReferentInnen und Ehrenamtlichen begleitet. Die Fachkräfte sollen nur am Rande Wissen vermitteln. Sie sollen die Jugendlichen dabei unterstützen, ihre Aufgaben selbstständig, (selbst)-kritisch und problemorientiert zu bearbeiten.

Bei der Planung, der Durchführung und der Nachbereitung der Workshops sind die Jugendlichen die Hauptakteure. Sie bilden selbständig die Teams, legen ihre Themen fest, organisieren den Ablauf, gestalten die Ergebnisse und präsentieren diese. Durch das selbständige Erarbeiten der selbstgestellten Themen und durch Peer Learning steigern die Jugendlichen ihre Kompetenzen auch gegenseitig.

Je nach gewählter Maßnahme werden unterschiedliche Kompetenzbereiche in unterschiedlichem Ausmaß gefördert:

Methodenkompetenz: Die Jugendlichen erlernen den Umgang mit audiovisuellen Medien. Sie lernen Interviewtechnik und technische Rahmenbedingungen (Hardware, Multimediasoftware, Schnitt, Nachvertonung) kennen und präsentieren ihre Ergebnisse live und im Netz.

Medienkompetenz: Die Kritikfähigkeit im Umgang mit Bildern und Texten aus dem Internet, Zeitungen oder Bibliotheken wird geübt. Die Jugendlichen sollen die Medien für die eigenen sozialen Interessen nutzen. Die Analyse von Quellen und deren Beurteilung sind Gegenstand der Recherche. Auch organisatorische Rahmenbedingungen (Vereinbarung zu Nutzungsrechten) werden erörtert.

Narrative Kompetenz: Jugendliche lernen, selbständig geschichtliche Erzählungen und Strukturen darzustellen. Sie erarbeiten ein von ihnen gewähltes Thema und erstellen, verantworten und präsentieren ein eigenes Produkt. Die (multi)mediale Umsetzung der subjektiven Erzählungen von Zeitzeugen ist mit der Entwicklung von Urteilskompetenz verbunden. Die Jugendlichen erkennen, dass die Erzählungen nicht einfach „wahre Geschichtsschreibung“ repräsentieren, sondern dass diese immer aus einer persönlichen Perspektive heraus erfolgen.

Kommunikationskompetenz: Jugendliche erproben partnerschaftliches Arbeiten und denken sich in die Erfahrungswelt älterer Personen hinein, wenn sie deren Erinnerungsgeschichten vor- und aufbereiten. Das Projekt fördert den Generationendialog und trägt zur Entwicklung von Empathie und damit in einem sehr umfassenden Sinne zur Wertschätzung von Diversität bei.

Die TGD bietet die drei nachfolgend angeführten Workshopmodule als Maßnahmen der kulturellen Bildung in MeinLand – Zeit für Zukunft an. Thematisch kreisen alle um die Begriffe Migration, Identität, Heimat.

Die Formatentscheidung wird von den Bündnispartnern vor Ort getroffen. Die Bündnispartner stimmen die Themen ab und definieren die Laufzeit. Klassische Projektwochen im Block sind genauso möglich wie die Verteilung einzelner Tage der Maßnahme über einen längeren Zeitraum.

Technische Hilfsmittel zur Workshopumsetzung (Laptops, Kameras, Aufnahmegeräte) können z. T. leihweise bereitgestellt werden.

Medienpädagogische Workshops

18 Jugendliche gestalten in fünf Tagen bspw. Zeitzeugeninterviews und präsentieren diese anschließend öffentlich. Sie werden dabei von zwei professionellen ReferentInnen und von Ehrenamtlichen unterstützt.

Viele Menschen in Deutschland stecken noch voller Erinnerungen an ihre Einwanderungsgeschichte. Andere wiederum sind in Deutschland in der dritten oder vierten Generation geboren und haben ebenfalls eine spannende Biographie. Aufgabe der Jugendlichen ist es, diese Geschichten zu finden, die Erzählungen der „Zeitzeugen“ aufzuzeichnen und für die Öffentlichkeit aufzubereiten.

Dabei interessiert nicht nur der Blick zurück. Der Blick der jungen InterviewerInnen richtet sich auf aktuelle Lebensgeschichten z. B. den erfolgreichen Bauunternehmer, dessen Familie in den 70er Jahren nach Deutschland gekommen ist oder die junge HipHopperin, die sich gerade mit einem Szeneladen selbständig gemacht hat oder die Deutschtürkin, die als Softwareentwicklerin arbeitet, Kampfsportlerin ist und Kopftuch trägt.

Die Jugendlichen beschäftigen sich mit Recherchen, Bildanalysen, Interview- und Präsentationstechnik und erlernen die Beherrschung von Hardware und Multimediasoftware.

Anstelle von Zeitzeugeninterviews können auch andere Medienwerkstätten stattfinden, in denen die Jugendlichen ihre Lebenswelten beschreiben.

Die technische Umsetzung der Interviewaufzeichnung kann komplett unterschiedlich erfolgen. Alle Hilfsmittel sind erlaubt: Notizblock und Kugelschreiber, Aufnahmegeräte, Smartphones, Foto- und Videokameras. Dies wird vor Ort von den Bündnispartnern und deren Fachkräften in Abstimmung mit den Jugendlichen bestimmt.

Je nach gewähltem Zugang werden die Lebensgeschichten in unterschiedlichen technischen Formaten präsentiert: Berichte und Reportagen, Fotoblogartikel, Fotogeschichten, Diashows, Multimediashows, kurze Filme, …

Nach Möglichkeit wird bei der durchführenden Kulturorganisation auch eine kleine Ausstellung eingerichtet.

Die fünftägigen Workshops werden von den Jugendlichen laufend in einem Blog dokumentiert. Die Ergebnisse landen letztendlich auf den Projekthomepages der TGD, der Schulen und anderer Bündnispartner. Zur Abschlusspräsentation werden auch Bündnispartner und TeilnehmerInnen des nächsten Workshops eingeladen.

Förderhöhe:

Bis Ende 2017 können voraussichtlich 121 dieser Maßnahmen gefördert werden.

Angemessene Eigenleistungen der Bündnispartner (z.B. Räume, personelle Ressourcen, …) sind bei der Antragstellung plausibel darzulegen. Finanzielle Eigenmittel sind aber nicht erforderlich.

Erstattet werden bei Bedarf die tatsächlich angefallenen belegbaren Ausgaben der Maßnahme (ReferentInnenhonorar Workshops, Aufwandsentschädigung Ehrenamtliche, Reisekosten, Verpflegung, Miete, Arbeitsmaterial, …) bis zu einem Betrag von 5.820€.

Eine detaillierte Übersicht der förderfähigen Ausgaben (33 KB) können Sie hier downloaden.

Schreib- und/oder Fotowerkstätten

14 Jugendliche gestalten in fünf Tagen Schreib- und/oder Fotowerkstätten und präsentieren ihre Ergebnisse anschließend öffentlich. Sie werden dabei von zwei professionellen ReferentInnen und von Ehrenamtlichen unterstützt.

Schreib- bzw. Fotowerkstätten können singulär durchgeführt oder kombiniert werden. Die Schreibwerkstatt kann z.B. in Form einer Literaturwerkstatt angelegt sein.

Dabei erfahren die bildungsbenachteiligten Jugendlichen Literatur und/oder Fotografie als wichtiges künstlerisches Ausdrucksmittel. Sie erschließen ihren Stadtraum und ihr Alltagsleben durch einen veränderten, gezielten Blick und erleben ihre Umgebung als Motiv künstlerischer Auseinandersetzung.

Sie finden in den Werkstätten eine für das kreative Schaffen notwendige intensive Atmosphäre, die Schule oft nicht erzeugen kann und hinterfragen die Qualität ihrer eigenen Ergebnisse durch die Auseinandersetzung mit den Produkten anderer.

Dabei entwickeln sie einen künstlerischen Maßstab durch die Orientierung an professioneller Arbeit. Sie gewinnen Einblicke in die durch ihre kulturellen Prägungen verschiedenen künstlerischen Ausdrucksformen und Sichtweisen.

Die Werkstätten dauern fünf Tage und die Ergebnisse sollen ebenfalls live und im Netz präsentiert werden. Mögliche Ergebnisse sind: Lesungen, Reader, Fanzines, Bildgeschichten, Diashows, Blogpräsentation, Fotopräsentation auf Picasa, Ausstellungen bei Bündnispartnern, …

Schreib- und/oder Fotowerkstätten können aber auch weniger introspektiv angelegt werden und die Erkundung der Lebenswelten, ähnlich wie beim medienpädagogischen Workshop, stärker journalistisch geprägt sein. Diese grundlegende Gestaltung obliegt den Bündnissen.

Förderhöhe:

Bis Ende 2017 können voraussichtlich 154 dieser Maßnahmen gefördert werden.

Angemessene Eigenleistungen der Bündnispartner (z.B. Räume, personelle Ressourcen, …) sind bei der Antragstellung plausibel darzulegen. Finanzielle Eigenmittel sind aber nicht erforderlich.

Erstattet werden bei Bedarf die tatsächlich angefallenen belegbaren Ausgaben der Maßnahme (ReferentInnenhonorar Workshops, Aufwandsentschädigung Ehrenamtliche, Reisekosten, Verpflegung, Miete, Arbeitsmaterial, …) bis zu einem Betrag von 5.780€.

Eine detaillierte Übersicht der förderfähigen Ausgaben (33 KB) können Sie hier downloaden.

Ausstellungen

6 Jugendliche gestalten in drei Tagen aus dem Material ihres zuvor durchgeführten Workshops eine Ausstellung und präsentieren ihre Ergebnisse anschließend öffentlich. Sie werden dabei von einer professionellen Fachkraft und von Ehrenamtlichen unterstützt.

Präsentationen und/oder kleine Ausstellungen sind in jedem Fall Bestandteil der (zuvor durchgeführten) Werkstätten. Im Bedarfsfall können aber auch in kleinem Umfang Fördermittel zur Erarbeitung umfangreicherer Ausstellungen bereitgestellt werden.

Durch die Einbindung der Jugendlichen als OrganisatorInnen der Ausstellung können diese Kenntnisse und Erfahrungen in zahlreichen Bereichen (künstlerische Kenntnisse, Organisation einer Veranstaltung, Öffentlichkeitsarbeit für eine Veranstaltung, …) erlangen.

Für die Ausstellungsrealisierung sind drei Tage geplant. Die Ausstellungen finden in Bibliotheken oder bei außerschulischen Kunst- und Kultureinrichtungen statt. Die gemeinsame Gestaltung und Organisation der Ausstellungen vertieft die strukturelle Kopplung der Bündnispartner nachhaltig.

Förderhöhe:

Bis Ende 2017 können voraussichtlich 99 dieser Maßnahmen gefördert werden.

Angemessene Eigenleistungen der Bündnispartner (z.B. Räume, personelle Ressourcen, …) sind bei der Antragstellung plausibel darzulegen. Finanzielle Eigenmittel sind aber nicht erforderlich.

Erstattet werden bei Bedarf die tatsächlich angefallenen belegbaren Ausgaben der Maßnahme (ReferentInnenhonorar Workshops, Aufwandsentschädigung Ehrenamtliche, Reisekosten, Verpflegung, Arbeitsmaterial, …) bis zu einem Betrag von 2.902€.

Eine detaillierte Übersicht der förderfähigen Ausgaben (33 KB) können Sie hier downloaden.

Um einen Antrag stellen zu können, müssen Sie nicht Mitglied der TGD oder in einer ihrer Mitgliedsorganisationen sein. Alle Migrantenselbstorganisationen und auch alle sonstigen Organisationen, die Bildungsbündnisse errichten möchten, werden ausdrücklich ermutigt Förderanträge zu stellen.

Als Bündnis vernetzt sich beispielsweise eine Migrantenorganisation auf lokaler Ebene mit einer Schule und einer Institutionen der kulturellen Bildung oder anderen Akteuren aus Bürgergesellschaft, Staat und Wirtschaft zu einem Bündnis für Bildung. Für die Anerkennung als lokales Bündnis sind folgende Punkte maßgebend:

  • Das lokale Bündnis besteht aus mindestens drei Partnern.
  • Alle drei Bündnispartner sind juristische Personen.
  • Die Kooperation wird durch eine gemeinsame Vereinbarung aller Kooperationspartner nachgewiesen. Die Aufgabenverteilung innerhalb der Bündnisse ist klar definiert.
  • Mindestens ein Partner verfügt über einen bestehenden und direkten Kontakt zur Zielgruppe.
  • Mindestens ein Partner verfügt über Kompetenzen in der Jugendarbeit.
  • Mindestens zwei Partner müssen regelmäßig vor Ort aktiv sein.
  • Das Bündnis hat die Maßnahme nicht vor der Bewilligung gestartet. Der Antragsteller hat zu gewährleisten, dass es sich um eine zusätzliche Maßnahme handelt.
  • Eine Doppelförderung ist nicht erlaubt. Für die Maßnahmen dürfen KEINE anderen Fördermittel jeglicher Art eingesetzt werden.
  • Die Bündnispartner bringen immaterielle Eigenleistungen durch Engagement, Infrastruktur, Öffentlichkeitsarbeit etc. ein.
  • Die Bündnispartner hegen die Absicht, das Bündnis auch nach Beendigung der Maßnahmen fortzuführen.

Schulen als Bündnispartner

Schulen können Teil eines Bündnisses für Bildung sein und somit Kooperationspartner bei außerschulischen bzw. außerunterrichtlichen Bildungsmaßnahmen für benachteiligte Kinder und Jugendliche im Sinne des Programms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“. Allerdings können Anträge nicht durch einen formalen Bildungsort gestellt werden, Einrichtungen in kommunaler Trägerschaft hingegen sind antragsberechtigt.

Dabei ist Folgendes zu beachten:

  • Antragsteller (=Zuwendungsempfänger) und Veranstalter der Workshops auf lokaler Ebene ist ein außerschulischer Träger, nicht die beteiligte Schule.
  • Die Workshops finden außerhalb der Unterrichtszeiten (außerhalb des Curriculums) statt.
  • Die Teilnahme der Schülerinnen und Schüler an den Workshops ist freiwillig.
  • Die Workshops werden verantwortlich von dem außerschulischen Träger geplant und durchgeführt.
  • Projekttage oder Projektwochen von Schulen können nicht durch „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ gefördert werden.

Beispiel: Der Elternverein X verbündet sich mit der Stadtteilbibliothek Y und der Schule Z. Die Förderung der Jugendlichen ist das Hauptanliegen des Elternvereins. Außerdem hat er bisher viele Lesungen durchgeführt und kann gezielt ReferentInnen einbringen, die literarische Workshops leiten. Die Stadtteilbibliothek Y ist ausgestattet mit Räumlichkeiten und einer Auswahl an Literatur. Die Schule Z organisiert den Zugang zu bildungsbenachteiligten Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 18 Jahren. Ein Lehrer stellt die Gruppe für die Projektwoche zusammen. Die Bündnispartner vereinbaren eine Kooperation und halten diese in einer Kooperationsvereinbarung fest.

Ein Muster einer Kooperationsvereinbarung (213 KB) können Sie hier downloaden.

Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein “Lebenslinien”

Liste aller Bündnisse vor Ort

Türkische Gemeinde in
Baden Württemberg e.V.
“Heimat?”

Freundeskr. Ludwigshaf.
Gaziantep e. V.
„migrostories“

Deutsch-Tamilische
Gesellschaft e. V.
“Tamilen in Berlin”

die KunstBauStelle e.V.
“Erzähl Deine Geschichte”

Karuna e.V. “Abgehängt – Bildungschancen in Deutschland”

TÖDER e.V.

“Meine neue Heimat

TÖDER e.V.

“Gespräche in Hamburg”

Interkulturell Aktiv e.V.

“Medienmacher”

Verein zur Jugendförderung

des DGB e.V. “IMAGE”

Wassertor 48 e.V.

“Mein haus – mein Block”

Amici e.V.”musicstories” / Mannheim Stories

Musum der Stadt Borna “Ortswechsel – Migrations-geschichte(n) in Borna”

Friedrich-Bödecker-Kreis NRW e.V. – “Home, sweet home?”

Integrationswerk Respekt

e. V.- “Triptychon Berlin”

Expedition Metropolis e.V. “Kreuzberger Schichten”

Catharina Faustes e.V. “Meine Zeit – Mädchen und junge Frauen im Kreis Plön”

Polnischer Sozialrat e.V.
“Migrationsgeschichten –
mein doppeltes Erbe“

Alte Feuerwache e.V. – “Erzähl doch mal! Generationen im Gespräch”

Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein “Hinter den Kulissen”

Volkshochschule Krefeld / Neukirchen-Vluyn “Kofferbiographien aus Neukirchen-Vluyn”

Diên Hông – Gemeinsam unter einem Dach e.V. “Wir in Rostock – Gesichter unserer Stadt

Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V. “Zwischenräume”

Entegre e.V. “Das Antihelden-Projekt”

NachSchule Wetterau e.V. “Bildsprache: Fremdheit – Fremdsein?”

Postillion e.V. “Lebensrealitäten junger MigrantInnen”

Galerie von MeinLand – Zeit für Zukunft bei Picasa

Fotos zu den vielfältigen MeinLand – Zeit für Zukunft – Bündnissen können Sie mit Klick auf das Bild einsehen.

MeinLand – Zeit für Zukunft Video-Infotainment

Der Film (3:28 Min.) zeigt Chancen und Fördermöglichkeiten auf, die bis 2017 im Projekt MeinLand des Programmes (Kultur macht stark) bestehen und präsentiert kurze Einblicke in bereits realisierte Projekte von Bündnissen für Bildung.

Filme aus den Bündnissen:

„Film Migrationsgeschichten – mein doppeltes Erbe” vom Bündnis Polnischer Sozialrat e.V.

“Bella Ciao” vom Bildungsteam Berlin-Brandenburg e.V.

“Verrückt im Rosengarten” vom Bildungsteam Berlin-Brandenburg e.V.

“Basketball” von Interkulturell aktiv e.V.

“Belästigung” von Interkulturell aktiv e.V.

“Tugce” von Interkulturell aktiv e.V.

“migrostories” von Freundeskreis Ludwigshafen Gaziantep e.V.

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