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Pro-Quo entwickelt Qualitätskriterien zur politischen Teilhabe

Freitag, der 10. Februar 2012News ProQuo, Projekte, ProQUO

Wie kann die Beteiligung von Migrantinnen und Migranten in den politischen Meinungsbildungsprozessen erweitert werden? Unter dieser leitenden Fragestellung treffen sich seit Dezember 2011 in regelmäßigen Abständen verschiedene politische Bildnerinnen und Bildner aus Berlin.

Berliner Initiativen bzw. Vereine und Stiftungen aus dem Bereich der politischen Bildung treffen sich auf Einladung des Projektes Pro-Quo seit Anfang Dezember 2011 in regelmäßigen Abständen, um sich über die Frage auszutauschen, wie die Beteiligung von Migrantinnen und Migranten in den politischen Meinungsbildungsprozessen erweitert werden kann.

Die teilnehmenden Vertreterinnen und Vertreter an diesem „Runde Tisch“ repräsentieren die Stiftung Sozialpädagogisches Institut (SPI), den Verein Mitreden in Neukölln, die Landeszentrale für politische Bildung sowie die Initiative Jede Stimme und die Türkische Gemeinde in Deutschland (TGD).

Die langjährige Erfahrung der teilnehmenden politischen Bildnerinnen und Bildner ermöglicht einen perspektivreichen Austausch über reale Partizipationserfahrungen von Migrantinnen und Migranten auf lokaler bzw. kommunaler Ebene. Es ist anvisiert, aus dem Fachaustausch heraus Qualitätskriterien für Partizipationsangebote für Migranten/innenorganisationen zu entwickeln und  diese als  Handbuch zur politischen Bildung herauszugeben.

Die Teilnehmenden des Fachaustausches sind sich einig, dass politische Teilhabe unter anderem auch politische Bildung voraussetzt. Hierbei bedarf es einer zielgruppenadäquaten und angebotsspezifischen Ansprache sowie Inhaltsvermittlung. Ebenso ist die Art und Weise des Erstkontaktes zur Zielgruppe kritisch zu hinterfragen. Keineswegs vernachlässigt werden darf an dieser Stelle die passgenaue Auswahl einer Referentin / eines Referenten, die / der den Dialog mit der Zielgruppe führen soll.

In einer ersten kurzen Zusammenfassung sind die Teilnehmenden  übereingekommen, dass unter anderem  der Ansatz der Mobilen Beratungen auch auf Migranten/innenorganisationen auszuweiten ist.  Das bedeutet, dass die Situation und die Bedingungen vor Ort zu analysieren sind. Es ist zu prüfen welche Vereins- bzw. Organisationstrukturen vorhanden  sind und welche Erfahrungen und Ressourcen und welches Know-how an der jeweiligen Stelle vorliegt und in welchen Bereichen noch Herausforderungen bestehen und Potentiale zu erschließen sind.  Nach einer ersten Bestandaufnahme  können spezifische Handlungsempfehlungen ausgesprochen  und angepasste Beratungs- und Fortbildungsangebote entwickelt werden.