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FÖTED: Den Muttersprachenunterricht als Regelunterricht in das Schulsystem integrieren!

Berlin // Pressemitteilung vom 14.12.2016

FÖTED verfolgt seit einigen Tagen die Berichte über den, durch die Konsulatslehrer/innen durchgeführten, türkischen Muttersprachenunterricht mit wachsendem Unbehangen. Der FÖTED Bundesvorstand findet dabei pauschale Vorverurteilungen der Lehrer/innen und einseitige Schuldzuweisungen für nicht zutreffend und auch nicht zielführend. Die Verantwortung für ein ganzheitliches Bildungsangebot, welches die Vermittlung der Herkunftsprachen mit einbezieht obliegt allein der Verantwortung der hiesigen Schul- bzw. Kultusminister der Länder. Es werden hier nur offene Räume gefüllt, die seitens der deutschen Bildungsverantwortlichen hinterlassen werden.

FÖTED begleitet den Konsulatsunterricht seit Jahren im kritischen Dialog mit den Beteiligten und hält eine Diskussion über die Aktualisierung der Inhalte des Muttersprachenunterrichts aber auch des Curriculums und Verantwortlichkeiten für wünschenswert. Gleichwohl liegt die langfristige Lösung für FÖTED in der Integration des Mutter- bzw. Herkunftssprachenunterrichts in das deutsche Regelschulschulsystem sowie in der Anerkennung und Förderung der Mehrsprachigkeit schon ab dem Kindergarten und der Vorschule.

Konkrete Vorschläge für einen Muttersprachenunterricht haben die Türkische Gemeinde in Deutschland (TGD), FÖTED, der Bund Türkischer Akademikervereine in Deutschland (ATAK) und der Bundesverband Türkischer Studierendenvereine (BTS) bereits im Jahr 1999 mit dem „Memorandum zur Förderung der Muttersprache und Kultur von Kindern türkischer Herkunftssprache auf der Grundlage einer zeitgemäßen Erziehungs- und Bildungspolitik“ gemacht.

Im Jahr 2015 haben FÖTED und die „Föderation Türkischer Lehrervereine in Deutschland (ATÖF) mit dem „Memorandum zur Unterstützung der Muttersprache und Kultur der Kinder mit Türkisch als Muttersprache und Verbesserung der Stellung der türkischen Sprache im deutschen Bildungssystem“ die Forderungen aktualisiert.

FÖTED ruft alle Beteiligten auf, gemeinsam nach den besten Lösungen für die Schüler/innen türkischer Herkunft zu suchen und bietet dabei als Elternverband seine Unterstützung an!

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