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DIK – Wir brauchen einen kritischen Dialog

Dienstag, der 27. November 20182018, Presse, Pressemitteilungen, Startseite

Berlin – Die Türkische Gemeinde in Deutschland (TGD) begrüßt die Weiterführung des Dialogs zwischen Muslim*innen und den staatlichen Institutionen bei der Deutschen Islamkonferenz (DIK).

Das Bundesinnenministerium veranstaltet am 28./29.11.2018 die Auftaktkonferenz der vierten Phase der Deutschen Islamkonferenz. Neben den traditionellen Moscheeverbänden werden auch neue Vereine und Einzelpersonen an der DIK teilnehmen.

Der Vorsitzende der TGD Gökay Sofuoğlu erklärt:

„Der Kreis der Teilnehmer*innen bei der DIK ist durch das BMI erweitert worden, was wir als TGD sehr begrüßen. Lange Zeit waren wir der einzige Verband zur Vertretung einer säkularen muslimischen Perspektive und jetzt werden weitere hinzukommen. Die Vielfältigkeit des muslimischen Lebens spiegelt sich zum Teil bei der Besetzung der DIK wieder, von den sogenannten Liberalen bis zu den sogenannten Konservativen sind alle vertreten. Für uns ist wichtig, dass die DIK religionsspezifische Themen fokussiert und entsprechende realistische Ziele erarbeitet. Für die gesamte Gestaltung der Einwanderungsgesellschaft ist die DIK das falsche Format.“

Die Deutsche Islam Konferenz wurde 2006 vom damaligen Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble ins Leben gerufen und soll den Dialog zwischen dem deutschen Staat und den hier lebenden Musliminnen und Muslimen fördern.

Der Ko-Vorsitzende der TGD, Atila Karabörklü, führt aus:

„Wir müssen die DIK nutzen, um den Blick auf die muslimischen Menschen zu schärfen. Es entstehen immer mehr neue Initiativen auf der lokalen Ebene und auf Bundesebene, die außerhalb der großen Verbände versuchen, die Perspektiven von Jugendlichen und Frauen in der muslimischen Community sichtbar zu machen. Besonders diese beiden wichtigen Perspektiven gilt es zu stärken und in einen Austausch miteinander und mit den etablierten Verbänden zu bringen. Gleichzeitig sollten sich die großen muslimischen Verbände einem kritischen Dialog über ihre strukturellen und inhaltlichen Ausrichtungen stellen. Wir freuen uns auf spannende und konstruktive Diskussionen, die uns voranbringen.“

Die TGD nimmt seit 2006 als säkularer Verband an der DIK teil.

Die Pressemitteilung als PDF.