Bündnis:

Heimat-Los Deutschland. Mit Medien entdecken!

 Wo, seit wann?

Berlin, seit März 2017

 



 

 

 Worum geht es?

Warum ist es schwer, über Heimatgefühle zu sprechen? Ist ‚Heimat‘ nur individuell? Welche verbindenden Elemente beschreibt ‚Heimat‘? Wie kann ich über meine Heimat sprechen und mit Medien in Szene setzen?
In der Workshop-Reihe „Heimat-Los Deutschland“ erkunden junge erwachsene Geflu?chtete aus Friedrichshain, Kreuzberg und Lichtenberg ihre neue Heimat Berlin. Sie untersuchen das „Los“, das sie mit ihrer Flucht „gezogen“ haben. Jeder der fünf Medien-Workshops hat einen Schwerpunkt: Film, Schrift, Radio, Foto und Internet (Multimedia).
Die jungen Frauen und Männer zeigten Ende Februar im legendären Kreuzberger Kino Moviemento erste Ergebnisse, Filme aus dem Workshop „Heimat-Kino“. Das Moviemento ist übrigens Deutschlands ältestes Kino. Das Bündnis des Kreuzberger MehrGenerationenHauses Wassertor (MGH), der Geflüchteten-Initiative SolidariGee und des Medienvereins WassertorMEDIEN startete also mit dem Medium Film und über 100 Zuschauer*innen sahen erste Ergebnisse der gemeinsamen Erkundung in „Heimat-Kino“. Vor wechselnden Bildern steht ein junger Mensch im weißen T-Shirt und erzählt, was er mit ‚Heimat‘ verbindet: eine Geschichte von einer verunglückten Teezubereitung, der Rat einer afghanischen Mutter – eine Sure aus dem Koran, Erinnerungen an Familienfeiern in Damaskus, ein arabisches Gedicht … In „Heimat-Kino“ pra?sentieren sie ihre alte Heimat in einem neuen Kontext, dem nach der Flucht. Ein junger Syrer aus Idlib erzählt von seiner Stadt: „Als der Krieg in Syrien begann, sind die Menschen in eine andere Stadt gegangen, alle Schule machten zu. Die Stadt war leer, die Häuser waren kaputt. Mein Vater sagte zu mir, ‚Du musst in ein anderes Land gehen, weil hier Krieg ist!‘ Jetzt bin ich in Berlin und hoffe, dass der Krieg bald vorbei ist. Ich danke den Deutschen, dass sie die Türen für die Syrer aufgemacht haben. Das dürfen wir nicht vergessen.“
Zu Beginn des Workshops näherten sich die Teilnehmer*innen dem Thema sehr persönlich und zeigten sich gegenseitig Filmszenen oder TV-Serien, die sie mit ihrer Heimat verbinden. Das war die Grundlage von Diskussionen und schnell merkten sie, dass Töne, Titelmelodien und Filmszenen ein Gefühl von Heimat auslösen können. Vielleicht weil wir sie in vertrauter familiärer Umgebung geschaut haben. Weil sie uns an besondere Momente mit Freund*innen erinnern. Unter Anleitung von Medienexpert*innen und der Unterstützung von Ehrenamtlichen erarbeiteten die Teilnehmenden eigene Kurzfilme zum Thema ‚Heimat‘. Sie sammelten Bilder und Erinnerungen, die sie mit ‚Heimat‘ verbinden – zu sehen in den Kurzfilmen. Neben der Produktion der Filme organisierten die Jugendlichen das Filmfest im legendären Kino Moviemento und die After-Show-Party im Anschluss.
In den vier folgenden Medien-Workshops mit den Schwerpunkten Radio, Schrift, Foto und Internet setzen sich junge Erwachsene weiter mit der neuen Heimat auseinander, nicht ohne auf die alte zuru?ckzuschauen. Eine gemeinsame Erkundung. Die dort entstandenen sehr unterschiedlichen Medien präsentieren die jungen Geflüchteten am Ende in einer Ausstellung.

 Bilder

Das Fotoalbum für dieses Bündnis befindet sich in Arbeit.

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Veröffentlichungen

Videoarbeiten, die im Bündniss entstanden sind (Quelle: www.solidarigee.de/heimat)

Mustafa:

Mina: